
Compton City G - Nach dem Streit mit 50 Cent, der trotz inszenierter Versöhnung nie wirklich vom Tisch war, verlies The Game nicht nur das G-Unit Camp, sondern auch gleich noch das Label seines Mentors und Helden Dr. Dre. Auf dem Nachfolger zu The Documentary sollte einiges anders werden und Game wollte zeigen, dass er es auch ohne Dre schaffen kann. Tatsächlich werden Worte wie Aftermath jedoch ständig erwähnt und auch der Titel Doctor s Advocate sowie die Gestaltung des Covers, das dem Vorgänger doch fast ähnelt wie ein Ei dem anderen, zeigen, dass The Game damals noch nicht so ganz mit der Geschichte abgeschlossen hatte. Auch wenn hier wieder ein Haufen Produzenten am Werk war, die fast alle nicht von der Westküste kommen, hat Doctor s Advocate mehr California-Sound als seine anderen Alben, was zwar etwas überrascht, aber auch sehr positiv ist.Ohne Intro, sondern gleich mit einem Brecher donnert das Album auf einen zu, angeführt von Lookin At You, das mit dunkel hämmernden Beats die Härte Comptons aufzeigt, wobei besonders The Game zeigt, dass er sich flowtechnisch entwickelt hat, aber auch der Gesang von Tracey Nelson passt gut dazu. Ähnlich, aber auch ähnlich gut, ist das nur minder entspanntere Da Shit, bei dem Tracey erneut den Hook übernimmt. Die erste Singleauskopplung findet man mit It s Okay (One Blood). Wie einst auch der Wu-Tang Clan hat The Game gefallen an Junior Reid s Klassiker One Blood gefunden und ihn dazu eingeladen, auch hier die Zeilen von 1990 zu performen. Heraus kam dabei ein guter, schneller und harter Song, der von den guten Rhymes und vor Allem von Junior Reid lebt.Das erste Highlight der Platte erschuf will.i.am mit Compton, das mehr California-Sound versprüht, als das komplette letzte Album. Kraftvolle Bassline gepaart mit wirklich tollen Synthesizer-Melodien und Samples, die u.a. von Eazy-E s Real Muthaphuckkin G s stammen, das macht schon verdammt viel Spaß, die Vorstellumg von Game und will tun ihr Übriges - Bombe! Just Blaze produzierte mit Remedy einen weiteren Smash, der ordentlich abgeht. Anstatt auf dröhnende Elektronik setzte der Mann aus New Jersey auf smoothe Beats und ein Pianospiel, dass sich nach Saloon anhört und so ein fresher Wild West-Style entsteht. Wieder ein toller Track. Schon relaxt kommt Let s Ride um die Ecke. Der Mix aus Klavier und Streichern erzeugt schön melodische Klangwelten, die reingehen wie Öl, The Game s leicht raue Stimme wirkt wie dafür gemacht.Mein persönliches Highlight ist eindeutig Too Much. Was Scott Storch hier abgeliefert hat, ist schon ein Traum. Drückende, jedoch sehr angeheme Beats, garniert von Glöckchen, Streichern und leisen E-Gitarren, was sich zusammen so toll anhört, dass der Song auch ruhig noch ewig weiterlaufen könnte. Game und Altmeister Nate Dogg tun ihr Übriges zu diesem Knaller. Kanye West ist als Produzent und Feature bei Wouldn t Get Far mit von der Partie, wobei sein souliges und chilliges Instrumental doch etwas besser gelang als seine Strophe, jedoch ist Kanye auch hier eine echte Bereicherung. Nach der wieder einmal eher dürftigen Swizz Beatz-Produktion Scream On Em, erreicht man eine Phase, die ein paar ruhigere Lieder enthält.Eingeleitet wird diese von One Night, das mit angenehmen Klängen, hervorgerufen durch Instrumente wie Trompeten, Klavier und Geigen und zu einem schönen Gesamtbild verschmilzt. Auch Ol English ist ein mehr als gelungener Titel, besser gesagt einer meiner Favoriten von Doctor s Advocate. Es zwar eher unspektakulär produziert, doch die ruhigen und behäbigen Sounds verfehlen ihr Ziel nicht, besonders der von Dion gesungene Refrain ist richtig klasse. Kraftvoll, ja fast schon brachial brettert California Vacation mit Snoop Dogg und Xzibit aus den Speakern. Besonders der Doggfather zeigt sich nach einigen Fehltritten wieder mal von seiner besten Seite, allerdings sieht er gegen The Game auch etwas alt aus. Auch die Jungs von Tha Dogg Pound haben es sich nicht nehmen lassen, Game hier zu unterstützen. Auf dem rhythmischen, aber auch etwas dunklen Bang rappen sie mit, wobei mit Daz Dillinger mit seiner souveränen Vorstellung sehr gut gefällt, The Game und Kurupt spulen ihr Standart-Reportoire ab. Das sehr R n B lastige Around The World passt zwar nicht ganz zum Rest der Platte, ist auch nicht wirklich herausragend, dafür bringt es etwas Abwechslung in das Ganze. Nebenbei zeigt Jamie Foxx mal wieder, dass er bessere Musik machen kann, als Filme. Zum Ausklang von Doctor s Advocate wird man auf eine kleine Probe gestellt, denn der Song hat eine stolze Spielzeit von 9:22 Minuten. Allerdings sind diese wirklich toll gestaltet, nämlich mit einem sehr angenehmen und viel Soul ausgestatteten Instrumental von Just Blaze, für die Vocals sorgen mit The Game und Nas zwei absolute Schwergewichte der aktuellen Rap-Szene für gute Unterhaltung.Auch wenn Doctor s Advocate die Chart-Hits des Vorgängers und des Nachfolgers fehlen, ist es über die gesamte Laufzeit betrachtet das wohl stärkste Werk des MCs aus Compton, Los Angeles. Lyrisch stärker als zuvor, auch das Feeling orientiert sich etwas mehr an Game s Heimat, wozu man sich auch die passenden Gäste rausgesucht hat. Fans von The Game werden die Platte bestimmt schon im Regal haben, wenn nicht wird es schleunigst Zeit, genau wie für diejenigen, die auf den aktuellen West Coast Rap stehen.
Hier stimmt einfach (fast) alles! - Lang ist es her seit „The Documentary.“ „How We Do“ rockte die Clubs und Charts und auch „Hate it or Love it“ brannte wochenlang in den Top Ten. Doch danach wurde es chart- und albummäßig eher ruhig um den Comptonboy. Andere Töne spielten von nun an die Musik und der Beef mit 50 Cent und seiner G-Unit Truppe stand im Mittelpunkt von Game s Interesse. Unzählige Disstracks fanden ihren Weg an die Öffentlichkeit und etliche Kampagnen gegen seinen Erzfeind wurden auf die Beine gestellt. Doch diese Zeiten sollen nun vorbei sein und der nächste Longplayer „Doctors Advocate“ steht in den Regalen zum Kauf bereit.16 Track stark ist das Ding und natürlich durch einige Features unterstützt. Snoop, Busta, Xzibit, Kanye, Nate Dogg, Kurupt, Daz und um die Liste ein bisschen weiter zu führen, sogar Will.I.Am von den Black Eyed Peas. Ebenfalls geben sich etliche Producer die Ehre darunter natürlich sein Blackwallstreet Homie JR, Swizz Beats und ebenfalls Scott Storch, der ja eh überall seine Finger im Spiel hat.„Walking down the Streets in my Allstars, in my Kaki Suits, doing what I do…“ heißt es direkt im ersten Track „Lookin at you“. Und hier stellt Game auch gleich klar, das er trotz des Erfolgs noch der Alte ist und durch die Hölle gehen musste um Erfolg zu haben. Souveräner Track zum Einlauf ins Album, und diese Souveränität wird bis zum Schluss beibehalten.Viele der Beats sind natürlich erstklassig und auf erwartungsgemäß hohem Niveau, verständlich bei der Producerliste. Für jeden Geschmack wird etwas dabei sein, selbst ein Hauch Old School weht einem bei dem Track „Compton“ (features & produced by Will.I.Am) um die Ohren.Der Track „It s Ok (One Blood)“ dürfte inzwischen schon fast jedem ein Begriff sein, denn als erste Singleauskopplung wird er inzwischen rauf und runter geleiert im Radio und TV.Game zeigt nicht nur Farbvielfalt bei der Beatauswahl, sondern auch bei den aufgegriffenen Themen. Wird in „Wouldn t get far“ (feat. Kanye West) noch über ein paar Girls gerappt, lässt er logischerweise seine Liebe zu Compton in einigen Tracks durchblicken und in „Let s Ride“ und „Too Much“ findet man sogar einige Clubtaugliche Tracks. Als ein Highlight des Albums darf man jedoch wohl zu Recht den Titelnamenspender „Doctor s Advocate“ (feat. Busta Rhymes) bezeichnen. Ein emotional rappender Game bedankt sich bei seinem Mentor für alles, was er für ihn getan hat. Ein Track zum genießen.Nicht zu vergessen sind natürlich auch die restlichen Tracks wie „California Vacation“(feat. Snoop Dogg & Xzibit) oder auch „Bang“(feat. Daz & Kurupt), aber es ist einfacher zu sagen, das alle Features sich wie Game in Hochform präsentieren und es alles in einem der hörenswertesten Alben 2006 endet. Vielleicht sogar DAS Album 2006.Noch kurz etwas zu den Schwächen des Albums: Eigentlich gibt es keine! Ist man nun sehr pingelig könnte man sagen, das der 10 Minuten Track „Why you hate the Game“ (feat. Nas) leicht übertrieben ist oder „Around the World“ (feat. Jamie Foxx) nicht so ganz ins Gesamtbild des Albums passt. Aber das sind alles eher kleine Schönheitsfehler, die man beachten kann aber nicht muss. Liegt letztendlich am Hörer, jeder hat eben einen anderen Geschmack.Was bei „The Documentary“ noch so viel Erfolg gebracht hat (50 Cent, Dr. Dre) wurde nun überhaupt nicht mehr benötigt. Game steht nun endgültig auf seinen eigenen Beinen und zieht sein Ding durch, und das sehr gut. Er liefert ein grandioses Album mit Vielfalt und Spaß, Klartext und Emotionen ab. Anstatt noch viele Worte zu verlieren raten wir euch einfach: Geht in euern nächsten Plattenladen, kauft euch die CD, anschließend ab nach Hause und dann hört euch dieses Teil an. Ihr werdet es nicht bereuen!Gesamtwertung 4.6/5
Game auch ohne Dre und Fifty über allen Dingen - Also als ICh das Album die ersten 5 Mal gehört hab dachte Ich....naja.Doch jetzt nach zich maligen hören ist es meiner Meinung nach das beste Ami Rap Album seit allen....Die Beats, Game, die Features alles ist perfekt.Und jemand soll sagen das Album is wack...der hat keine Ahnung. Trakcs wie Ol English, One Night, California Vacation, One Blood, Why you hate the Game und Around the World sind Ausnahme Tracks die Ich sehr lange auf Ami Alben gesucht hab
Unglaublich!!! - Nachdem Beef mit 50 Cent und der Nachricht das Dr. Dre nicht einen Regler für The Gam s neues Album verschieben wird dachten viele von The Game kommt nichts mehr aber weit gefehlt The Game hat meiner Absicht nach das Album des Jahres gedropt und sein erstes Album um längen geschlagen. Da sollten sich doch so manche Fragen ob sie wirklich die richtige Entscheidung getroffen haben.
Bestes Album seit langem!! - Dieses Album ist definitiv das Beste Album 2006!Game hat wie immer einen Hammer Flow , die Beats sind bis auf wenige Ausnahmen gut, und es geht auch ohne DRE wie man sieht!Lookin At You - 4/5Da Shit - 5/5Its Okay(One Blood)-5/5Compton - 6/5Remedy-2/5Lets Ride -4.5/5Too Much - 4.5/5wouldnt get Far - 5/5Scream on em - 5/5One Night - 3/5Doctors Advocate- 6/5Ol English - 5/5California Vacation- 4.5/5Bang -5/5Around the world- 2/5Why you hate the game - 5/5Fazit:Ich hatte noch kein Album was 2 schlechte Tracks hatte und 1 durschnittlichen, UND 13(!) ABSOLUTE BANGER!Und meiner Meinung nach stellt es The Documentary völlig in den Schatten!!Unbedingt Kaufen, das ist es Wert...jeden Cent!KAUFEN KAUFEN KAUFEN