West Coast : LAX (Deluxe Edition) [US-Import]

LAX (Deluxe Edition) [US-Import]

  1. Intro
  2. LAX Files
  3. State of Emergency
  4. Bulletproof Diaries
  5. My Life
  6. Money
  7. Cali Sunshine
  8. Ya Heard
  9. Hard Liquor (Interlude)
  10. House of Pain
  11. Gentleman s Affair
  12. Let Us Live
  13. Touchdown
  14. Angel
  15. Never Can Say Goodbye
  16. Dope Boys
  17. Game s Pain
  18. Letter to the King
  19. Outro

Starker Abgang eines starken Künstlers - Mit LAX veröffentlicht The Game, laut eigener Aussage, das letzte Album seiner Karriere.Ob es dabei bleibt ist wie immer erstmal abzuwarten, denn zahlreiche Künstler, die sich einst aus dem Musikbusiness verabschiedeten, feierten sehr schnell wieder ihr Comeback.Sollte es allerdings die Wahrheit sein, so liefert uns The Game zum Abschied ein sowohl quantitativ also auch qualitativ überzeugendes Album ab.LAX beinhaltet fast 20 Tracks, sozusagen eine Rarität im heutigen Musikgeschäft, wo sich die Anzahl der Tracks pro Album doch eher auf 12 bis maximal 16 beläuft.Im Gesamten betrachtet hätten dem Album allerdings weniger Tracks wohl besser getan.Es gibt doch einige Songs die so gar nicht funktionieren und wohl des öfteren der Skip Taste zum Opfer fallen werden.Trotzdem überzeugt LAX im großen und ganzen und beinhaltet tatsächlich richtig tolle Songs.Kein Wunder, The Game hat mal wieder die komplette crème de la crème an Topproduzenten und Künstlern auf einem Album vereinigt.So setzten sich Produzenten wie Cool & Dre, Kanye West oder Scott Storch an die Regler und Interpreten wie Lil Wayne, Ludacris, Nas, Common oder DMX steuerten tolle Featurings bei.Songs wie State of Emergency, Money oder das geniale My Life zusammen mit Lil Wayne, überzeugen durch einzigartige Beats und tollen Rap, vor allem von The Game selbst, der in seinem dritten Album noch einmal all seine Rapkünste offenbart.Der wohl beste Song des Albums ist Dope Boys der durch seinen einzigartigen Beat wohl jeden vom Hocker reißt.Abgesehen von den einigen wenigen Hängern auf dem Album, wie Gentleman s Affair zusammen mit Ne-Yo oder das langweilige Game s Pain, überzeugt der Großteil dank abwechslungsreicher Beats und Raps.Mit LAX gelingt The Game ein gelungener Abgang aus dem Musikbusiness, der wohl nochmal kräftig die Kassen klingeln lassen wird.Kleiner Tipp, auf der Deluxe Edition findet man 4 zusätzliche Songs, die allesamt ziemlichgelungen sind.Vor allem Camera Phone zusammen mit Ne-Yo ist um Welten besser als Gentleman s Affair, und Big Dreams überzeugt ähnlich wie Dope Boys durch den treibenden Beat.In jedem Fall eine Kaufüberlegung wert.

Life And Times of The Game - Neben Lil Wayne s Tha Carter III ist es das wohl am Meisten erwartete Rap-Album 2008 im Mainstreambereich: LAX von The Game. Nach mehreren Verschiebungen ist es nun endlich erhältlich. Seine alte Posse, die G-Unit, hatte mit ihrem Werk ja kläglich versagt, daher stellten sich wohl alle die Frage, ob The Game es besser macht. Ja, sein Werk ist das deutlich stärkere, doch es weist auch einige Schwächen auf, doch dazu später. Wie man es von The Game kennt, holte er sich auch wieder hier massig Star-Producer ins Studio und wieder kommen sie fast alle aus dem Osten oder Süden, darunter befindlich u.a. Kanye West, DJ Toomp, J.R. Rothem, Cool & Dre, Nottz oder Hi-Tek. Die Gästeliste besteht zu einem Großteil aus Leuten aus dem R n B-Bereich wie Raheem DeVaughn, Ne-Yo, Latoya Williams oder Keyshia Cole, aber auch Ice Cube, Ludacris, Reakwon, Common und Nas mischen kräftig mit.Nach dem Intro, das ebenso wie das Outro von DMX übernommen wurde, beginnt LAX mit LAX Files, einem ruhigen und eher nachdenklichen Stück, das durch sein Klavierspiel und den Gesang von Feature Shorty Emotion bekommt. Was hier besonders auffällt ist, dass The Game sich raptechnisch deutlich weiterentwickelt hat und so stark flowt wie nie zuvor. Den einzigen West Coast Rapper neben Game hätten wir mit Legende Ice Cube auf State Of Emergency. Besonders die elektrischen und pumpenden Elemente gehen hier ins Ohr, aber auch der Piano- und Streichereinsatz trägt zum weiteren Genuss bei und findet spätestens im Refrain von Ice Cube, der noch etwas an die alte G-Funk Zeit erinnert, seinen Höhepunkt. Dass ausgerechnet ein Song mit Lil Wayne zum echten Meisterwerk wird, ist schon eine kleine Überraschung, mit My Life aber tatsächlich der Fall. Cool & Dre setzten hier nicht wie üblich auf Synthie ohne Ende, sondern auf ein eher einfaches Klavierspiel, das seine Wirkung jedoch nicht verfehlt und sofort unter die Haut geht. The Game erzählt uns ruhig und abgeklärt über sein Leben, Weezy singt den Refrain mit leicht verzerrter Stimme, was sich recht nice anhört. Der erste Song, der ein wirkliches West Coast-Feeling aufkommen lässt, ist Cali Sunshine, bei dem mit Bilal ein zweiter ehemaliger Schützling von Dr. Dre mit dabei ist. Insgesamt recht entspannt, so wie es sich für den Sonnenstaat gehört, leider kein wirklicher Reißer. Auch Atlanta ist in Form von Ludacris auf LAX vertreten. Ya Heard heißt das Stück von Luda und Game und ist wohl insgesamt der schwächste Track der Platte, was an dem doch eher nervigen Instrumental liegt, obwohl man sagen muss, dass besonders Ludacris sich hier richtig ins Zeug legt. Nach dem härteren und auch rockigen House Of Pain erreicht man eine kleine R n B angehauchte Phase. Viele Fans von The Game waren darüber nicht besonders begeistert, was bei Gentleman s Affair (feat. Ne-Yo), Let Us Live (feat. Chrisette Michelle) und Touchdown (feat. Raheem DeVaughn) sicher auch nachzuvollziehen ist, denn als besonders toll kann man sie beim besten Willen nicht bezeichnen, eher etwas eintönig. Dennoch sind sie alles andere als schlecht und man kann sie sich durchaus mal anhören. Mit Angel erreichen wir die zweite echte Bombe nach My Life. Kanye West produzierte dieses Soundfeuerwerk und brachte mit Common auch gleich noch einen seiner Schützlinge mit. Das Lied ist traumhaft melodisch, chillig, aber auch dynamisch und durchgefunkt von vorne bis hinten, es lässt sich eigentlich kaum in Worte fassen, man muss sich diesen Song einfach mal anhören, besonders weil mit Gentleman Common und Gangster The Game ja zwei völlig verschiedene Welten aufeinander treffen, aber perfekt harmonieren. Ein wahres Brett donnert mit Dope Boys auf einen zu. Treibende Beats, aggressive Synthesizer-Elemente, die besonders im Refrain zum echten Ohrwurm mutieren. Neben Game steht hier auch Travis Barker als Gast parat und macht wie der Gastgeber einen mehr als ordentlichen Job. Nach Hitsingle Game s Pain (feat. Keyshia Cole) erreicht man mit Letter To The King ein würdiges Ende von LAX. Es ist eine der wenigen tiefgründigen Nummern, auf der The Game mal nicht prahlt, was für ein harter Hund er doch ist, was wohl hauptsächlich auf Lyricist Nas, der als Feature dabei ist, zurück zu führen ist. Alles in Allem eine schöne Nummer, die zum Nachdenken anregt und das Album angemessen ausklingen lässt.Wer sich die Deluxe Edition von LAX zulegt bekommt zusätzlich noch eine Bonus CD, auf der sich vier weitere Lieder befinden. Los geht s mit dem Banger Big Dreams, das von harten Beats und vielen abgefahrenen elektrischen Sounds dominiert wird, wozu Game aggressiv und bissig performt. Camera Phone geht mehr in Richtung R n B und liefert mit Ne-Yo einen bereits bekannten Gast. Auch dieser Track ist eher elektrisch, beinhaltet aber auch Geigen. Insgesamt ein sehr guter Song, der ihre erste Kollabo Gentleman s Affair deutlich in den Schatten stellt. Nice ist etwas überraschend. Wieso? Es wurde von Murder Inc. Boss Irv Gotti produziert, kling aber dennoch nach West Coast, ist allerdings nur durchschnittlich. Das nun endgültig letzte Lied von LAX hätten wir mit Spanglish. Auch dieses verbindet gekonnt elektrische mit akustischen Instrumenten und begeistert vor Allem durch den in spanisch gesungenen Refrain.Insgesamt wurde LAX ein recht ordentliches Werk, das zwar einige kleinere Durchhänger wegstecken muss, aber auch mit einigem an echt tollem Material aufwartet. Lyrisch gesehen darf man keine Weiterentwicklungen von The Game erwarten, dafür vom Flow. Die Gäste hätte man teilweise sicher besser auswählen können, sind insgesamt aber zufriedenstellend allerdings zu zahlreich. Größtes Manko ist bei LAX das selbe wie bei The Documentary und Doctor s Advocate: es klingt einfach zu wenig nach West Coast. Ein Classic ist LAX trotz anderer Behauptungen der Fans definitiv nicht, genauso wenig wie die Vorgänger, dennoch für jeden zu empfehlen, der sich mit The Game anfreunden kann.




LAX (Deluxe Edition) [US-Import]